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Links, rechts und oben wärmt der Schlafsack. Unten leider nicht. Da liegt der Schläfer drauf und drückt die wärmende Füllung zusammen. Und dann sind da noch die Wurzel unterm Schulterblatt und der Kienapfel im Rücken. Irgendwas fehlt hier also ...
LUFTMATRATZENtäuschen durch ihre gewaltigen Ausmaße Liegefreundlichkeit und gute Isolationswerte vor, können dies jedoch nur sehr bedingt bieten. Durch den ungehinderten Luftaustausch in der Matte, steht der Auskühlung nichts im Wege. Mit dem Liegekomfort ist es wegen der durchhängenden Schlaffläche und der permanent ausweichenden Luft auch nicht allzu weit her. Gewicht und Packmaß sind allenfalls für Autoreisende akzeptabel. Und wer einmal den Versuch unternommen hat, ein nicht gerade faustgroßes Leck zu finden und zu reparieren, weiß, dass dies gut einen Urlaubstag in Anspruch nehmen kann.
ALUMATTENKlein und leicht, aber hart und unbequem. Die Aluminiumoberfläche soll die Wärmeabstrahlung des Körpers reflektieren und so eine Auskühlung verhindern. An warmen Tagen oder bei zusätzlicher Verwendung einer anderen Isomatte funktioniert das auch. Für niedrige Temperaturen und harte, unebene Untergründe sollte man jedoch ausreichend Kondition und Sympathie für masochistisch gefärbte Aktivitäten aufbringen.
EINFACHE SCHAUMMATTENsind aus offenzelligem Schaum, der zwar sehr preiswert aber nicht sehr langlebig ist. Zum einen wird durch die Lastauflage des Schläfers die Luft aus den Bläschen gedrückt, so das er seine Isolationsfähigkeit und Dicke verliert, zum anderen reißt er schon bei geringen Belastungen ein.
EVA-SCHAUMMATTENsind aus geschlossenzelligem Schaum, der auch durch Auflagelast nur gering an Isolationsvermögen verliert, dieses jedoch nach Entlastung wiederherstellt. Die Reißfestigkeit ist um ein Vielfaches höher, die Lebensdauer damit immens verlängert.
SPEZIELL GEFORMTE SCHAUMMATTENerhöhen durch eine im Längsschnitt als Zickzackmuster imponierende Form den Liegekomfort und die Dämmeigenschaften. Es wird ein höherer Körper-Boden-Abstand geschaffen, der mehr Luft als bei herkömmlichen Matten als Isolierung rekrutiert. Absolute Packwunder sind die Z-Rest-Matten mit ihren ineinander stapelbaren &132;Eierkisten&132;- Oberflächen.
Matten mit stark profilierten Oberflächen eignen sich besonders gut als Zweite Mattenschicht im Winter, da sie in der Lage sind Kondenswasser in ihren Vertiefungen zu sammeln. Dieses bleibt also nicht wie sonst im Schlafsack und setzt die Isolationsfähigkeit der Füllung herab, sondern kann am nächsten Morgen regelrecht &132;ausgekippt&132; werden.
MEHRLAGEN-SCHAUMMATTENhaben mit ihren platten Schwestern nur wenig gemein. Ihr Liegekomfort ist ungleich besser und ihre Isolationswerte nähern sich denen der luftbefüllten Schaummatten. Jedoch nehmen mit dem Komfort auch Packmaß und Gewicht deutlich. Auch preislich befinden sich die Mehrlagenmatten auf einem höheren Niveau.
LUFTBEFÜLLTE SCHAUMMATTENals eingeschliffenes Synonym steht hier (ähnlich der Situation bei allen braunen Brotaufstrichen) der Erfinder der Matten: Therm-A-Rest. Und die Erfindung verdient wahrhaftig einiges Lob. Keine andere Mattenart ist derartig rückenfreundlich, isolationsfähig und klein verpackbar. Durch die luftdichte Umhüllung eines grobzelligen, leichten Schaumes gelang die geniale Synthese aus Luftmatratze und Schaummatte. Durch die große Rückstellkraft des komprimierten Schaumes saugt die Matte bei geöffnetem Ventil selbstständig Luft in ihr Inneres. Dieses Ventil regelt die Liegehärte und Isolierung. Der Schaum behindert und verlangsamt den Luftaustausch von der durch den Körper angewärmten Oberseite mit der durch den Boden kalten Unterseite. Eine Auskühlung wird so effektiv verhindert. Durch die feste Verbindung von Oberstoff und Schaum ist der von Luftmatrazen bekannte Hin-und-Her-Quabbel-Effekt der eingeschlossenen Luft unmöglich, der Liegekomfort also unübertroffen.
Packmaß und Gewicht sind wegen der unterschiedlichen Ausmaße der Matten sehr different, aber im Verhältnis zum gebotenen Komfort in jedem Falle hervorragend. Da sich auch die Reparaturfähigkeit angenehm von der der herkömmlichen Luftmatratzen angenehm unterscheidet, gibt es außer den höheren Preisen keinen Grund auf eine solche Matte zu verzichten.
Vorsicht ist jedoch bei der Auswahl des Modells geboten. Achten Sie auf die Garantiezeit. Diese schwankt je nach Hersteller vom gesetzlich vorgeschriebenen halben Jahr bis zu einer Life-Time-Garantie. Achten Sie weiterhin auf die Stärke und die Breite der Matte. 50 cm Breite sind häufig als Standart definiert. Dies entspricht eher dem absoluten Minimum, da die in-etwa-Entfernung von Schulter zu Schulter bereits 50 cm beträgt. Bei diesen Matten liegen in Rückenlage die Arme neben der Matte und in Seitenlage bei angezogenen Beinen entweder Knie oder Becken neben der Matte. 65 cm entsprechen eher dem Platzbedarf eines normal gewachsenen Menschen.
RESÜMEEGibt's der Geldbeutel her, sind die Therm-A-Rest Matten das Optimum für erholsamen Schlaf. Soll möglichst wenig für die Isomatte investiert werden, sind mit abnehmender Tendenz 1. Spezialform-, 2. EVA-, 3. Normalschaummatten und 4. Alumatten zu empfehlen.