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sind die wohl am häufigsten genutzten ihrer Art. Wie der Name vermuten lässt, bergen sie tief in ihrem Inneren ein System, was dem Rucksack Form und Halt gibt. Zumeist sind es zwei Aluminiumstreben, welche der S-förmigen Biegung der Wirbelsäule angepasst werden und die Last gleichmäßig aufnehmen. Da Aluminiumstreben am Rücken nicht gerade die Kuscheligkeit bestickter Sofakissen aufweisen, ist die Abpolsterung selbiger eine nicht zu verachtende Erfindung gewesen.
Die unteren Strebenenden stützen sich auf einen Hüftgurt, der wiederum die Last auf das Becken überträgt. Und genau da wird es spannend. Ein breiter, fester Hüftgurt, der formstabil auf dem Becken liegt, entlastet die Schultern und die Wirbelsäule (günstig). Ein schmaler, weicher Hüftgurt, der sich leicht biegen und verdrehen lässt, sackt bei Lastaufnahme weg. Schultern und Wirbelsäule tragen das Gewicht allein (ungünstig).
Rucksäcke für schwere Lasten sollten also mindestens eine gute Rückenpolsterung und einen festen Hüftgurt vorzeigen können. Außerdem sind Stabilisierungen der Tragesystemschienen untereinander sinnvoll. Verbindungen zwischen der rechten und der linken Strebe verhindern Torsions- und Scherbewegungen weitgehend. Kunststoffplatten, Verbindungsstreben, U-förmige Bügel und gekreuzte Streben sind Beispiele für formstabile Tragesysteme.
Ihre Packsackteilung ist klassischer Weise 3-fach. Zuunterst ein von außen zugängliches Schlafsackfach. Hier sollten die leichten Ausrüstungsteile wie Klamotten und Schlafsack unterkommen. Gleich darüber ein von oben zu erreichendes Hauptfach für die schwereren Dinge, wie Zelt, Kocher, Essen und Wasservorrat. Je schwerer, desto Schulterblattnaher ist eine wichtige Grundregel beim Bepacken. (Wasser also nach Möglichkeit immer in Schulterblatthöhe, ganz nah am Rücken) Ein Frontzugriff auf das Hauptfach über Reißverschlüsse auf der Vorderseite ist bei großvolumigen Rucksäcken und Menschen mit gutem Erinnerungsvermögen angebracht. Zwingend notwendig ist es jedoch aufgrund der Tatsache, dass am Wanderziel sowieso alles ausgepackt wird, nicht. Das sich über dem Hauptfach befindliche Deckelfach sollte in seiner Höhe verstellbar sein. So ist das Packvolumen nach oben hin variabel. Es bleibt Platz für Mitbringsel und erspart den Rucksackneukauf bei geplanten längeren Touren. Im Deckelfach lassen sich Dinge verstauen, auf welche während der Wanderung häufiger zurückgegriffen werden muss. Kompass, Karte, Sonnenschutz und Müsliriegel sind die natürlichen Bewohner des Deckelfachs. Im Falle des Vorhandenseins von Seitentaschen, wandern die Deckelfachbewohner auch gern in diese ein. Seitentaschen sollten bei Nichtgebrauch nah an den Ruchsack zu schnüren sein (Balgtaschen), um Hängenbleiben und Beschädigungen zu vermeiden. Seitlich angebrachte Kompressionsgurte schnüren das Packvolumen nah an den Rücken und vermindern den Lasthebel. Sie eignen sich fürderhin zur Befestigung von Zeltgestängen, Isomatten und Photostativen.
sind die phylogenetisch älteren Modelle. Ihr Gestell besteht aus einem Außenrahmen, an dem die Schulterträger und der Hüftgurt einerseits und die Packsäcke oder -taschen andererseits befestigt sind. Konstruktionsbedingt kommen sie etwas gewaltiger daher und sind in Bus und Bahn nicht gerade bekanntschaftsfördernd.
Ihre Existenzberechtigungsgrundlage ist zweifelsohne der Transport von Sperrgut. Wer Gegenstände so groß wie Biotonnen oder so sperrig wie eine Rolle schlechtgewickelten Stacheldrahtzauns transportiert, wird nur lobende Worte über seinen Außengestellrucksack verlieren. Alle anderen sind mit Innengestellrucksäcken besser unterwegs.
Außengestellrucksäcke gibt es mit abnehmbaren Packtaschen (sie ähneln den oben beschriebenen Innengestellrucksackdetails) und ohne diese.
haben meist abgespeckte Innengestellrucksacktragesysteme oder aufgerüstete Tagesrucksacktragesysteme. Da ihre Volumina und Packgewichte deutlich unter denen der größeren Trekkingrucksäcke liegen, kann man hierbei auf die aufwendigen Hüftgurtkonstruktionen verzichten.
Aufgrund des Einsatzes für Ski- und Hochtouren, Kletterpartien oder als große Tagesrucksäcke, findet man bei ihnen nur Haupt und Deckelfach. Separate Schlafsackfächer sind selten und wenn vorhanden, wesentlich kleiner als bei Trekkingsäcken.
sind im Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihre Tragesysteme reichen von einfachen Schaumstoffplatten im Rücken, über luftdurchlässige Schaumpolster mit Belüftungskanälen, bis hin zu den sagenhaft komfortablen Netztragesystemen.
Allesamt sollen sie Ecken und Kanten des Packgutes (Bücher, Fahrradschloss, Weinflaschen) vom Rücken fernhalten und den Tragekomfort erhöhen.
Fahrradrucksäcke sollen eine Belüftung und Kühlung des schweißnassen Rückens gewährleisten. Reflektoren, Trinksystem und Helmhalterung, sowie Brust- und Beckengurt für besseren Körperkontakt sind brauchbare Details.
Stadtrucksäcke sollen schnellen Zugriff über einen umlaufenden Reißverschluß und Ordnung im Inneren durch Fachunterteilungen ermöglichen. Gepolsterte Fächer schützen Laptops und bergen Ordner.
Kluge Marktforscher haben beobachtet, das Koffer schwer zu transportieren sind, wenn man sie von einer Flughafenseite zur anderen schleppt, oder den Taxistand sucht und nicht findet. Also scheint sich ein Trekkingrucksack anzubieten. Doch verstauen Sie mal vier gebügelte Hemden, zwei Schlipse und einen Anzug im Rucksack. Natürlich, es geht, aber dann müssen sie noch ein Bügeleisen mit dazugehörigem Brett einpacken.
Kofferrucksäcke sind der diplomatische Versuch, Brücken zwischen Trekkingrucksäcken und Koffern zu schlagen. Von ersterem die Träger, von letzterem die große Klappe und das eckige Volumen.
Da die Träger leicht verstaubar sein sollen, um beim Transport nicht zu stören, ist ein weniger festes (gut wegfaltbares) Schulter- und Hüftgurtmaterial von Nöten. Dies bedingt ihren im Gegensatz zu Trekkingrucksäcken erheblich geschmälerten Tragekomfort.
Kofferrucksäcke haben sehr große Hauptfächer, meist keine Schlafsackfächer und häufig einige flache aufgesetzte Kleinkramtaschen. Per Reißverschluß abnehmbare Tagesrucksäcke sind eine Erleichterung für kleinere Ausflüge.
Rucksäcke bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Als das am besten geeignete Material, konnte sich CORDURA durchsetzen. Es ist hochgradig scheuerfest, weiterreißfest und lässt sich gut mit Polyurethan beschichten. Sollte es einen Defekt erhalten, ist es auch von Laien durch nähen oder Kleben wieder zu reparieren. Polyester oder preiswertes Nylon sind bei weitem nicht so unkompliziert. Dafür aber preiswerter.
Selbst wenn das Material durch eine PU-Beschichtung wasserfest wird, ist der Rucksack im ganzen durch Reißverschlüsse und Nähte nicht wasserfest. Es empfiehlt sich zumindest in Regengebieten die Verwendung ein Rucksackregenschutzes. Achtung! Regenschütze sind nicht mit Transportschutzsäcken zu verwechseln!!
Werden Rucksäcke nicht auf dem Rücken tragend transportiert, sondern von gestressten Fluggesellschaftsmitarbeitern, auf afrikanischen Pickups, auf den Dächern indischer Reisebusse oder ähnlichem, dann ist die Anschaffung eines Rucksacktransportsackes unbedingt anzuraten. Dieser schützt den Rucksack (vor allem sein Tragesystem) vor Beschädigungen.
Für den Fall, dass ein Rucksack nicht genügend Volumen oder Möglichkeiten zum Sortieren aufweist, gibt es einzeln nachzukaufende Seitentaschen.